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Mark Tobey

Centerville/Wisconsin 1890 - Basel 1976


Der amerikanische Maler, Dichter und Komponist Mark Tobey wird am 11.12.1890 in Centerville, Wisconsin, geboren. Ab 1906 studiert er am Art Institute in Chicago Aquarell- und Ölmalerei. Anschließend arbeitet er als Modezeichner in Chicago, ab 1911 in New York. 1918 tritt Mark Tobey dem Bahaismus bei, diese aus Persien stammende Glaubenslehre hat großen Einfluss auf seine Kunst und sein Leben.
1922-25 arbeitet Tobey als Kunsterzieher an der Cornish School in Seattle. Er interessiert sich für den europäischen Kubismus und die ostasiatische Malerei und Kalligraphie, zudem begeistert ihn die Kunst der Tlinkit- und Haida-Indianer, deren Webkunst und Holzplastiken er sammelt.
1925 reist Mark Tobey nach Europa, er hält sich eine zeitlang in Paris auf, reist nach Barcelona, Athen, Instanbul und Beirut, unternimmt eine Pilgerfahrt zu den heiligen Stätten der Bahá’í in Haifa und Akka, interessiert sich hier auch für die persische und arabische Kalligraphie.
1928 findet in Chicago die erste Einzelausstellung statt. 1930-37 ist Mark Tobey Lehrer an der Dartington Hall School in Devonshire, England. Die zahlreichen Reisen nehmen in Tobeys Leben einen wichtigen Platz ein. 1932 etwa reist er nach Mexiko, 1934 nach China und Japan – hier beschäftigt er sich für einige Zeit in einem Zen-Kloster in Kyoto mit der Lehre und der Malerei des Zen, der Hai-Ku-Dichtung und der Kalligrafie, was in seiner Malerei spürbar wird.
Bedingt durch die veränderte politische Lage in Europa, kehrt der Künstler 1937 in die USA zurück, wo er bis 1960 in Seattle lebt. Ab 1938 entstehen erste eigene Musikkompositionen. 1944 zeigt die Willard Gallery in New York erstmals die "White Writings"-Bilder, die für Mark Tobey den künstlerischen Durchbruch bringen. In diesen Gemälden bedeckt Tobey die Bildfläche über und über mit weißer oder hellfarbiger Pinselschrift – sie stehen am Beginn der "all over"-Malerei auch anderer Künstler, wie etwa Jackson Pollock. Mark Tobeys Arbeiten werden zunehmend abstrakter und entsprechen so dem Ausdruck der meditativ-kontemplativen Lebenshaltung des Künstlers.
Mark Tobeys Werke werden 1959 und 1964 auf der "documenta" in Kassel sowie in zahlreichen Ausstellungen weltweit gezeigt. Er gehört zu den wichtigsten Wegbereitern des amerikanischen "Abstract Expressionism". 1974 wird in der Smithsonian Institution in Washington die erste große Retrospektive gezeigt.
1960 übersiedelt Mark Tobey nach Basel, wo er am 24.4.1976 stirbt.


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